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Starnberg

Tauchunfall an der Seeburg löste Großalarm aus

Am Montag Mittag um 13:06 Uhr wurde Großalarm ausgelöst, da mehrere
Taucher an der Seeburg in Not waren.
Vier Taucher wollten die bei Tauchern als Hotspot am Starnberger See
bekannte “Steilwand“ an der Seeburg betauchen. Die Gruppe russischer
Taucher wurde von einem ortsansässigen Münchner an die beliebte, aber
auch aus vielen Unfallmeldungen bekannte Tauchstelle geführt.
Was zu dem Notaufstieg eines Tauchers aus 18 Metern Tiefe führte, ist bis
dato unbekannt und muß in den weiterführenden Ermittlungen ergründet
werden. Die Polizei Starnberg hat hierzu die Tauchausrüstung zur
Untersuchung sichergestellt.
Begleitet beim Notaufstieg wurde der Verunfallte vom Münchner
Tauchpartner. Beide erlitten ein Barotrauma, nach erster Sichtung durch den
Notarzt war dieses beim Münchner nicht so schwerwiegend, wie beim
verunfallten russischen Taucher.
Der Einsatzleiter Wasserrettungsdienst der Kreiswasserwacht Starnberg,
Robert Lettenbauer, warnt: „Viele Sporttaucher unterschätzen die Tauchstelle
und wiegen sich in vermeintlicher Sicherheit, da diese in einem bayerischen
See liegt. Unsere Erfahrung zeigt aber, dass dies eine Tauchstelle mit hohem
Gefahrenpotential ist, obwohl im vermeintlich ruhigen Starnberger See
gelegen.“
Im Rahmen der Notfallsituation wurden 3 Rettungshubschrauber, 3
Rettungswagen, 4 Notärzte und 4 Motorrettungsboote, Rettungstaucher,
Einsatzleiter Landrettungsdienst und Einsatzleiter Wasserrettungsdienst sowie
die Polizei alarmiert.
Insgesamt waren ca. 50 Einsatzkräfte der Wasserwacht, DLRG, Polizei, BRK
Landrettungskräfte, ADAC Flugrettungsdienst und Feuerwehr am Einsatz
beteiligt, um die maximale Rettung und Versorgung der vier Taucher zu
gewährleisten.
Der verunfallte Taucherund sein Tauchpartner wurden beide per
Rettungshubschrauber in das Unfallklinikum Murnau zur Druckkammer und
weiterführenden Behandlung geflogen. Die beiden verbliebenen russischen
Sporttaucher sind auf eigenen Wunsch an der Unfallstelle aus der ärztlichen
Behandlung entlassen worden.
Da es sich in der Wasserrettung um rein ehrenamtliche Einsatzkräfte handelt,
muss man den Helfern besonderen Respekt zollen, da der überwiegende Teil
von ihnen bereits am Sonntag Spätabend bei einer Vermisstensuche am
Westufer bei kalten Temperaturen beteiligt war.

BAYERISCHES ROTES KREUZ | Bei uns veröffentlicht am 23.01.2018


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